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Samstag, 5. Dezember 2015

Hotel President: Die "kleine Schwester" der NUK Olympiapark

https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/nahaufnahme/201512/228589.html

In der Notunterkunft im Olympiapark hat sich die Situation mittlereile derart etwas verbessert, als dass die Charité dort von MO-FR von 10:00 bis 18:00 Uhr mit 3 eigenen Kräften (Arzt, Pflege, Verwaltung) präsent ist. Dies ist zu begrüssen, da weiterhin jeden Tag ein riesiger Zustrom an Menschen mit dem Zug und mit Bussen aus Bayern zu bewältigen ist.

Am Wochenende herrscht dann Flaute und es gibt praktisch keine ärztliche Versorgung dort, da die Freiwilligen ausbleiben.  

Die gesetzlich vorgeschriebene, medizinische Erstuntersuchung, incl. TBC-Lungen Röntgen, findet, fahrlässiger Weise, auch nach Monaten weiterhin nicht statt. Ein immer schwerwiegenderes Versäumnis der Berliner Senatsverwaltung.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Wie vieler Artikel in den mainstream-media bedarf es eigentlich noch?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-in-der-fluechtlingskrise-hauptstadt-des-versagens-a-1065828.html#

Überall in Deutschland gibt es Nöte in der Flüchtlingskrise - in Berlin ist die Lage besonders angespannt. Die Behörden bekommen das Chaos nicht in den Griff, die Große Koalition in der Hauptstadt steht kurz vor dem Zerfall.


Die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso), macht seit Monaten Negativ-Schlagzeilen: Der kleine Junge Mohamed, der auf dem Gelände entführt und später ermordet wurde, Sicherheitsleute, die Flüchtlinge prügeln oder mit Nazi-Sprüchen gegen sie hetzen, Asylbewerber, darunter schwangere Frauen und kleine Kinder, die nächte- und tagelang im Freien warten, um endlich zu einem Behördenmitarbeiter vorgelassen zu werden. Manche meinen, es sei nur den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken, dass die Stimmung nicht vollends kippt - und dass es nicht bereits erste Kältetote gab.

Selbst die "New York Times" hat jüngst über die Zustände am Lageso berichtet, die Situation als "geradezu gefährlich" beschrieben. Grünen-Politikerin Claudia Roth schickte nach einem Besuch beim Lageso einen Brandbrief an Berlins Oberbürgermeister Michael Müller (SPD).
Beim Lageso selbst sieht man die Lage natürlich anders: Die Erstregistrierung der Flüchtlinge werde inzwischen innerhalb eines Tages vollzogen. Schwangere und kleine Kinder müssten nicht mehr anstehen. Es sei längst kommuniziert worden, dass es ausreiche, wenn der Haushaltsvorstand zum Termin mit dem Amt erscheine, heißt es.
Die Verantwortung wird gerne abgeschoben: Flüchtlinge würden eben immer noch Gerüchten glauben. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) gibt dem Bund eine Mitschuld für die Warteschlagen am Lageso, weil der festgelegt hat, dass Taschengeld nicht mehr Monate im Voraus ausgezahlt werden darf.
Inzwischen hat - nach vielen Monaten unhaltbarer Zustände - der Berliner Senat reagiert. Es soll eine neue Flüchtlingsbehörde geschaffen werden. Wie mitten in der Krise der Neuaufbau organisiert werden soll und was dann besser laufen soll, ist ungewiss. Bis das neue Amt funktionstüchtig ist, wird es Monate dauern.


Wenig Zeit? Am Textende gibt's eine Zusammenfassung.

Es kommen derzeit deutlich weniger Flüchtlinge nach Deutschland - aber Berlin spürt von dem Rückgang nicht viel. 589 neue Asylsuchende trafen etwa an diesem Dienstag ein.
Die Bundeshauptstadt ist in der Flüchtlingskrise seit Monaten am Limit - so wie viele andere Länder und Städte auch. Doch in Berlin, diesen Eindruck muss man unweigerlich haben, ist das Chaos besonders groß. Statt an einem Strang zu ziehen, ist die regierende Große Koalition zerrüttet. Auch unter den Verwaltungsebenen gibt es Streit: Bezirke und Senat schieben sich die Schuld gegenseitig für das Versagen in der Flüchtlingskrise zu. Es hakt an allen Ecken und Enden.
  • Chaos am Lageso
Die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso), macht seit Monaten Negativ-Schlagzeilen: Der kleine Junge Mohamed, der auf dem Gelände entführt und später ermordet wurde, Sicherheitsleute, die Flüchtlinge prügeln oder mit Nazi-Sprüchen gegen sie hetzen, Asylbewerber, darunter schwangere Frauen und kleine Kinder, die nächte- und tagelang im Freien warten, um endlich zu einem Behördenmitarbeiter vorgelassen zu werden. Manche meinen, es sei nur den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken, dass die Stimmung nicht vollends kippt - und dass es nicht bereits erste Kältetote gab.
Flüchtlinge warten vor dem Lageso in Berlin Zur Großansicht
DPA
Flüchtlinge warten vor dem Lageso in Berlin
Selbst die "New York Times" hat jüngst über die Zustände am Lageso berichtet, die Situation als "geradezu gefährlich" beschrieben. Grünen-Politikerin Claudia Roth schickte nach einem Besuch beim Lageso einen Brandbrief an Berlins Oberbürgermeister Michael Müller (SPD). Beim Lageso selbst sieht man die Lage natürlich anders: Die Erstregistrierung der Flüchtlinge werde inzwischen innerhalb eines Tages vollzogen. Schwangere und kleine Kinder müssten nicht mehr anstehen. Es sei längst kommuniziert worden, dass es ausreiche, wenn der Haushaltsvorstand zum Termin mit dem Amt erscheine, heißt es.
Die Verantwortung wird gerne abgeschoben: Flüchtlinge würden eben immer noch Gerüchten glauben. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) gibt dem Bund eine Mitschuld für die Warteschlagen am Lageso, weil der festgelegt hat, dass Taschengeld nicht mehr Monate im Voraus ausgezahlt werden darf.
Inzwischen hat - nach vielen Monaten unhaltbarer Zustände - der Berliner Senat reagiert. Es soll eine neue Flüchtlingsbehörde geschaffen werden. Wie mitten in der Krise der Neuaufbau organisiert werden soll und was dann besser laufen soll, ist ungewiss. Bis das neue Amt funktionstüchtig ist, wird es Monate dauern.
  • Streit um Massenunterkünfte
Es fehlt ständig an Schlafplätzen für Flüchtlinge - Berlin setzt in der Not auf Massenunterbringungen. Das birgt oft zusätzliche Risiken. Am Wochenende gingen etliche Flüchtlinge in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof, teils mit Messern und Eisenstangen, aufeinander los. Dass die Stimmung gereizt ist, liegt wohl auch daran, dass es in den Hangars am Elementaren fehlt. Es gibt dort nur zehn Notduschen für weit mehr als 2000 Flüchtlinge. Um sich zu waschen, werden die Asylsuchenden mit Shuttlebussen ins Schwimmbad gebracht. Jetzt soll sich endlich was ändern: In der nächsten Woche sollen 150 Duschen fertig sein.
Auch der Betreiber "Tamaja" der Tempelhofer Unterkunft äußert scharfe Kritik an den Behörden. "Ursprünglich ging es darum, Flüchtlinge vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, sie sollten nicht länger als zwei Wochen bleiben", sagt eine Sprecherin. Viele Flüchtlinge müssen aber deutlich länger bleiben.
Flüchtlingskind im das Hangargebäude 1 im ehemaligen Flughafen Tempelhof Zur Großansicht
DPA
Flüchtlingskind im das Hangargebäude 1 im ehemaligen Flughafen Tempelhof
In weiteren Hangars in Tempelhof sollen noch mehr Flüchtlinge einziehen, bis zu 5000 - und auch andere Massenunterkünfte sind geplant. Die Opposition unterstellt der Regierung fehlenden Willen bei der Suche nach Alternativen: Es gebe seit Langem eine Liste geeigneter kleinerer, leerstehender Gebäude.
  • Ärger um Turnhallen
Der Senat sieht keine andere Möglichkeit, als Flüchtlinge weiterhin in Turnhallen von Schulen unterzubringen. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand - auch bei den Bürgern. Zuletzt soll der Senat Berichten zufolge mit einer Entmachtung der Bezirke gedroht haben, wenn diese nicht schnell weitere Hallen zur Verfügung stellen.
Wie absurd es im konkreten Fall laufen kann, zeigt das Beispiel Steglitz-Zehlendorf: Laut "Berliner Morgenpost" benannte der Bezirk jüngst zwei weitere Sporthallen. Schon einen Tag später wurden dort die ersten Flüchtlinge vorgefahren - aber in der Halle gab es weder Möbel noch einen Betreiber oder Sicherheitsdienst. Die Folge: Die Flüchtlinge mussten wieder abgeholt werden.
  • Der fehlende Überblick
65.000 Flüchtlinge hat das Land Berlin in diesem Jahr aufgenommen, aber es gibt nur rund 35.000 Unterbringungsplätze. Wo ist der Rest der Flüchtlinge geblieben? Eine Erklärung dafür hat - auch bei den Behörden - niemand so richtig. Manche mögen schon in regulären Wohnungen leben, und die Diskrepanz könne an Doppelt- und Dreifachregistrierungen liegen oder daran, dass viele Flüchtlinge weiterreisen oder privat untergebracht worden sind, heißt es. Unklar ist, wie viele Flüchtlinge ohne Obdach sind.

  • Zoff in der Regierung
Im Ringen um das Management der Flüchtlingskrise steht die regierende Große Koalition vor der Zerreißprobe. In einer Brandrede legte der Regierende Bürgermeister Müller (SPD) jüngst seinem Sozialsenatoren Czaja (CDU) indirekt den Rücktritt nahe.
Zuletzt fand die Auseinandersetzung einen grotesken Höhepunkt in einer "Spitzelaffäre". Senatssprecherin Daniela Augenstein (SPD) entsandte einen Mitarbeiter, um zu protokollieren, was CDU-Mann Czaja auf einer Diskussionsveranstaltung zur Flüchtlingspolitik sagt - dokumentiert wurde auch, welche Kleidung Czaja an diesem Tag trug. Erwähnt wurde etwa der Schlips ("gedeckt") und der Anzug ("dunkelblau").

Montag, 30. November 2015

Das #LaGeSo - Ein Gedicht!

Macht hoch die Tür, das Tor macht weit -  #LaGeSo zahlt euch  - jederzeit!
Verträge kann man später schreiben, müsst nur die Unterkunft betreiben!
Das Immobil gehört euch nicht, doch das fällt hier nicht ins Gewicht!
Private Sphäre in den Hallen, das würd' den Menschen wohl gefallen!
Doch ach, hier reicht die Knete nicht, weshalb Mensch auf den andren sticht....
doch die Betreiber fichtst nicht an, sie wissen um den Weihnachtsmann!
In Senats-rot-schwarz gekleidet, er seine Gaben unter ihn' verteilet.
Macht hoch die Tür, das Tor macht weit - für manchen ist schon Weihnachtszeit!

Sonntag, 29. November 2015

Super - Mario jetzt unter strenger Kuratel. Ein bemerkenswerter Vorgang! Derweil Henkel vorweihnachtlich irrlichtert....

Misstrauen:

Senatskanzlei schickt Aufpasser für Senator Mario Czaja



http://www.morgenpost.de/kolumne/meine-woche/article206733517/Senatskanzlei-schickt-Aufpasser-fuer-Senator-Mario-Czaja.html

Von Christine Richter
Ein Mitarbeiter von Senatssprecherin Daniela Augenstein (SPD) schrieb bei einer Podiumsdiskussion alles mit, was Czaja sagte und tat.

Es ist, gelinde ausgedrückt, ein ungewöhnlicher Vorgang: Die Senatssprecherin Daniela Augenstein (SPD) schickte einen ihrer Mitarbeiter aus dem Senatspresseamt zur Podiumsdiskussion der Berliner Morgenpost nach Wilmersdorf. Beim Leserforum "Morgenpost vor Ort" ging es am Mittwochabend um Flüchtlinge, um den starken Zustrom, die Frage, wie gelingt die Integration.
Wichtigster Mann des Abends: Sozialsenator Mario Czaja (CDU). Und über dessen Aussagen, seinen Auftritt sollte der Mitarbeiter der Senatskanzlei Protokoll führen. Was er auch tat: Fünf Din-A4-Seiten füllte er mit vielen Zeilen, detailliert führte er auf, was Czaja gesagt hatte und notierte sogar: "Czaja (dunkelblauer Anzug, gedeckter Schlips, weißes Hemd) ..."


...und weil sie es alle nicht gebacken bekommen, machen sie es sich so einfach wie möglich: "Dürfen es etwas weniger sein?" Dieses Wunschdenken, diese Traumtänzerei ist mit normalem Verstand nicht mehr zu fassen. Die CDU fantasiert sich die Lage zurecht. Aber so ist Politik eben. Wenn wir die Sachfrage nicht lösen können, lösen wir das Problem eben "politisch". Herr Henkel -> Haben Sie vielleicht gemerkt, dass Sie sich damit GEGEN die Merkellinie positioniert haben? Oder glauiben Sie damit der Mehrheit der Berliner Bürgerinnen und Bürger nach dem Mund zu reden? Ich bin davon nicht wirklich überzeugt!  Ausserdem: Wollen Sie mit Ihren Äusserungen gar den Königsteiner Schlüssel in Frage stellen? Die Flüchtlinge alle in der Spree versenken? Oder sie nach Mallorca ausfliegen? Wie Sie die sinnlosen Forderungen realisieren wollen, das haben Sie in Ihrem Beitrga leider nicht vorgestellt. Damit bleibt Ihre Rede, was diese, dem Grunde nach, eigentlich ist: führungsloses, inhaltsleeres Geschwätz!


http://www.morgenpost.de/berlin/article206733113/CDU-Berlin-fordert-Weniger-Fluechtlinge-aufnehmen.html

Donnerstag, 26. November 2015

Berlin quo vadis? Wo stehen Glietsch, Czaja und der Senat?

http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/aufstand-gegen-die-sicherheitsfirma-vom-lageso

"Am Mittwochmorgen kam es in der Großen Lage des Senats zur Flüchtlingssituation zum Aufstand gegen das Sicherheitsunternehmen. Vertreter der Caritas, der Initiative „Moabit hilft“ und des Bezirksamts Mitte protestierten in scharfer Form. „Wir sind nicht gewillt, Korruption, Gewalt und Nazisprüche hinzunehmen“, stellte Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke (53, SPD) klar."

Für weiteren Wirbel sorgte am Mittwoch ein „Tagesspiegel“-Bericht, wonach sich Sicherheitsleute im Lageso von Flüchtlingen schmieren lassen. Bürgermeister Hanke dazu: „Es verdichten sich Hinweise, dass die Mitarbeiter von Flüchtlingen 30 bis 40 Euro kassieren für einen vorderen Platz in der Warteschlange. Unfassbar.“ 

Gewalt, Nazi-Hetze, Korruptionsvorwürfe – Flüchtlingsstaatssekretär Dieter Glietsch versprach eine Lösung, traf sich mit Vertretern Gegenbauers, dem LKA und des Lagesos zu einem Krisengespräch. Doch das Ergebnis brachte am Ende nicht viel Neues: Gegenbauer bleibt, nur das Sicherheitsmanagement wird geändert (s. Kasten). 

Trotz unerträglicher Nazi - Parolen. Der braune Sumpf darf weitermachen. Die Firma Gegenbauer Sicherheitsdienste darf ebenfalls weitermachen. Die Entscheidung fiel gestern bei einem sog. "Krisentreffen" mit Gegenbauer-Vertretern und Flüchtlings-Staatssekretär Dieter Glietsch (68).

Da muss man sich ernsthaft fragen, ob der alte Herr der Situation noch gewachsen ist. Gibt es da noch alte Rechnungen? Leichen im Keller, die keine andere Entscheidungsoption zulassen? Man möchte es beinahe vermuten. Und was sagt "Opus dei" dazu. Der Angesprochene  weiss, wen ich damit meine!  -  Ich denke, daß man den Glietsch zeitnah ablösen sollte. Denn: Erst rebelliert seine eigene exTruppe gegen ihn und zwingt ihn zum Rückzug aus einer Polizei - Turnhalle, was ein deutliches polizeiliches Zeichen fehlender Gefolgschaft ist. Und dann: diese ekelhafte, braune Pleite.

Berlin quo vadis? Ist der Senat überhaupt noch handlungsfähig? Oder luchsen alle auf den September 2016, also dem vorr. Wahltermin, und hoffen sich bis dahin "durchwursteln" zu können? Meine Herren, da geben Sie sich Illusionen hin, das wird Ihnen leider nicht gelingen. Sie befinden sich in einer lähmenden Patt Situation, in der ihnen droht, dass die Stadt ihnen vollständig entgleitet. Das ist nicht hinnehmbar.

Auf dem rechten Auge blind: Berliner Immobilienmanagement (BIM). Deren Sprecher Christian Breitkreutz (36) sagt: „Wir sehen keine Notwendigkeit, den Dienstleister auszuwechseln.“

Freitag, 20. November 2015

Wortapotheker: Ein Abend mit Glietsch! - "Wir arbeiten am Problem!"


Gestern abend. Ein Abend mit Glietsch und der SPD - Abgeordneten im Berliner Parlament Radziwill


Wem die Beruhigungspillen ausgegangen waren, der konnte sich beim ex-polizeilichen Verbalapotheker gestern neue abholen. Der exGrüne präsentierte sich als Volxversteher, Macher und erfahrener Problemlöser. Provozieren kann man diesen Menschen, der Feuer gewohnt ist, in der Öffentlichkeit sicher nicht. Beherrschung pur - nach aussen.

Tenor der Veranstaltung:

Ganz Deutschland habe Probleme! Es seien überall im Wesentlichen die Gleichen! Völlig normal: Verwaltungen fahren eben nicht so schnell hoch! Wir haben bereits Tolles erreicht! Meckern kann jeder! Ein klitzekleines LaGeSo Problem wurde, dank McKinsey, gelöst! Freiwillige sind unverzichtbar! Wir arbeiten angestengt am Problem!

Mir wurde völlig schwindelig bei diesen Botschaften.

Meine Frage, wie lange das wohl noch alles gut gehe? Die AW: Bis zu den Wahlen in Berlin im September 2016 (wenn die Koalition nicht vorher kippt), dann wird die Bevölkerung sprechen.... und man wird sehen. - Auf die Regierungserklärung des regBM Müller und die spannenden Inhalte dort, wurde von mir verwiesen.

Ich musste den Satz "Meckern kann jeder!" doch sofort, auch ohne Mikro in den Saal bellend, korrigieren. "Herr Glietsch, hätte die Zivilgesellschaft nicht gemeckert, wären Sie möglicher Weise auch nicht Staatssekretär (des Landes Berlin) geworden und sässen jetzt nicht hier!" - Der, zugegeben, polemische Einwurf verfehlte seine Wirkung gewiss nicht und prompt folgte die Selbstkorrektur. So wurde aus "Meckern", in professioneller, verbal - elastischer Weise, so etwas wie "berechtigte und ähhhh.... willkommene Kritik". - Wenn das mal nicht gut tut. - Dachte er.

Die Stimmung war geprägt von den Vielen mit vielfältiger Hilfeerfahrung. Wertschätzend. - Doch ein Gegenseitiges "bestätigendes sich loben" hilft nur bedingt weiter.

Radziwill lenkte dann in ihrem Schlussbeitrag auf die eigentliche Ursache der Berliner Lahmarschigkeit. Und erinnerte in einem Schlussakkord ebenfalls an die Regierungserklärung des Regierenden vom 12.11.2015. Und dann wurde es richtig politisch: An den Senator für Gesundheit und Soziales, Herrn aktuell noch amtierenden Senator Czaja, gewandt kam die klare und unmissverständliche Ansage. "Wir werden ihn treiben!" - Und das tun sie bitte auch! -  Zu jeder Stunde im Parlament!

PS:
Gibt es eigentlich Informationen darüber, ob einer der alimentierten Volksvertreter (gleich, welcher Parteicouleur!) bereits in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe tätig war oder ist? Z.B. Essensausgabe, Arbeit in der Kleiderkammer, u.ä.. Ich meine damit eine Tätigkeit, welche länger als die Zeit, die für das Schießen eines Pressefotos gedauert hat? Die Ausrede: man hätte zu viel zu tun, die zählt nicht wirklich. Denn: Die meisten Helfer*innen sind ebenfalls berufstätig und helfen in ihrer Freizeit. Und: das Parlament wird immer leerer, ist aber immer voller mit Lehrern (der neue Trend: (arbeitslose) Juristen).... da können sie also auch nicht sein...