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Sonntag, 22. November 2015

Leise rieselt der erste Schnee dieses Winters auf die Dächer im Olympiapark

Caritas warnt vor Kältetod am Lageso

Hier am Olymp in Berlin schneit es zur Stunde heftig. Für die meisten Gestrandeten dürfte es die erste Begegnung mit einem erneuten Hindernis sein, das wir hier, ganz im Gegensatz hierzu, ja gerne und oft als "weisse Pracht" bezeichnen.


Der erste Schnee dieses Winters ist da!



Sie haben jetzt glücklicher Weise ein olmpisches Dach über dem Kopf - was man von manch anderen Flüchtlingen in B nicht zwingend weiß.


Ich hoffe, die Helfer*innen am Franzeschen "LaGeSo" - Schauplatz im Berliner Administrationschaos kriegen das hin! Die Versorgung wird nun NOCH EXTREMER!

Eigentlich ist das STAATLICHE AUFGABE!  

WACH ENDLICH AUF, LAGESO FRANZE!  

WENN ES TOTE GIBT, DANN BESTEHT EINE UNMITTELBARE VERANTWORTUNGSLINIE!


Wir erinnern uns?
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/fluechtlinge-in-berlin-caritas-warnt-vor-kaeltetod-am-lageso/12446408.html

"Wir können nicht mehr ausschließen, dass Menschen sterben", sagt Caritas-Direktorin Ulrike Kostka. Kleinkinder stünden "zitternd und blau angelaufen" in der Warteschlange.  





Donnerstag, 1. Oktober 2015

Eine Visite der etwas anderen Art.....

Visitare heisst ja "besuchen" und Visiten im Bereich der Maximalversorgung sind bekanntlich ebenfalls ein Ritual der besonderen Art, insbesondere, wenn diese in einer 1710 in Berlin gegründeten Einrichtung in der Hauptstadt statt finden. Da denkt man unwillkürlich an "Der Mensch und die Graugans". :)

Gestern nachmittag war das anders. Er kam. Und das ohne jeglichen Hofstaat, ohne Tross, ohne Presse, ohne TamTam. Nicht ganz  incognito, jedoch völlig bescheiden und unauffällig. Es war ein Besuch der Barmherzigkeit. Er informierte sich hier umfassend, lies sich von mir in die Lage einweisen, überbrachte all seinen derzeit aktiven Leuten  "herzliche Grüße im Namen des Vorstands" und dankte für deren Einsatz. Auch allen anderen zufällig anwesenden Helferinnen und Helfern, welche sich hier unermüdlich in vielfältiger Weise engagieren. Er war angenehm im Umgang und sich der Dimensionen des Problems ganz sicher wohl bewusst. Notwendige Unterstützungsleistungen wurden abgefragt und angeboten. Ganz herzlichen Dank, lieber Herr Prof. Dr. Einhäupl für die ideelle und in gleicher Weise ebenso praktische Stärkung des Rückgrats aller eingesetzten Kräfte. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut - alle anderen auch.

Und praktische Hilfe wurde ebenfalls geleistet. Wir können nun die mobile Erreichbarkeit des medicalPoints sicher stellen und durch eine großzügige IT-Überlassung sind wir nun für das Kommende gewappnet. An der Durchhaltefähigkeit arbeiten wir und optimieren die OrgaStrukturen - und das nahezu täglich. 

Ein guter Tag. Nicht zuletzt und in aller erster Linie für alle jene vielen (eher rechtlosen) Schutz Suchenden in dieser Transitionsphase.

Freitag, 25. September 2015

WICHTIG! Warnung vor KNOLLENBLÄTTERPILZ!

Liebe Kollegin,
lieber Kollege,
liebe Helferinnen und Helfer,

zunächst mutet eine solche Warnung für Einheimische eher befremdlich an. Kaufen wir doch unsere Edelchampignons im Ladengeschäft. Nur versierte Pilzesucher wagen sich in die Wälder.
Wichtig zu wissen: Die Pilzsaison beginnt!

Hier sieht das etwas anders aus, denn, bei Lichte betrachtet, ist die Gefahr absolut real. Wie die Medien berichten, zB hier: http://www.derwesten.de/panorama/erneut-stirbt-ein-zuwanderer-an-einem-knollenblaetterpilz-id11120398.html, stellt der Knollenblätterpilz eine reale Gefahr für die geflüchteten Menschen dar.
So starb anfang der Woche ein 16-Jähriger Flüchtling aus Syrien, am Mittwoch vermeldete das Uniklinikum in Münster den Tod eines 44 Jahre alten Mannes, der aus Rumänien stammt. In und um Hannover erkrankten zuletzt mehr als 30 Menschen nach dem unbedarften Verzehr der Giftpilze - ausnahmslos Flüchtlinge und Asylsuchende, wie die dortige Medizinische Hochschule mitteilte.

Wir wurden daher von amtlicher Stelle dringend gebeten, die Bewohner im Olympiapark, an prominenter Stelle über die Gefahren zu informieren. Das haben wir unverzüglich getan und daher Warnplakate in unterschiedlichen Sprachen im Foyer aufgehängt, so daß die Menschen gar nicht umhin können, diese zu lesen:





Diese mehrsprachigen Aufklärungsplakate sollen daher in möglichst vielen Flüchtlingsunterkünften und Schaukästen an Waldparkplätzen aufgehängt werden. Die Medizinische Hochschule Hannover hat sie entworfen und verschickt sie großflächig in ganz Deutschland per Mail.